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Wilhelm Elmer

Wilhelm Elmer, Jahrgang 1927, wuchs in Brünen im Elternhaus, einer Mühle mit Land-wirtschaft auf. Auch die Vorfahren entstammten eingesessenen Bauernfamilien. Von 1933 bis 1941 besuchte er die Volksschule Brünen und während der Müllerlehre in Schermbeck die Berufsschulen in Dorsten und Borken.
Den Vaterlandspflichten musste sich Wilhelm Elmer durch die Einberufung zum Reichsarbeitsdienst bis hin zur Verteidigung von Berlin stellen. Durch das Überleben einer schweren Krankheit in der russischen Gefangenschaft blieben ihm weitere größere Strapazen erspart. Nach der Gesundung in der Heimat übernahm er den elterlichen Besitz. Die Wohlstandsentwicklung samt ihrem technischen Fortschritt erforderte seine ganze Kraft. Die Mühle musste modernisiert werden. Das bewahrte sie jedoch nicht davor, nach 15 Jahren aufgrund von Unrentabilität stillgelegt zu werden. Die kleine Landwirtschaft musste ebenfalls aufgegeben werden. Die Mühle wurde fortan zu einem leistungsfähigen Kraftfutterwerk mit Getreidetrocknungsanlagen und größeren Lagerhallen der wirtschaftlichen Entwicklung angepasst. 1984 wurde das Unternehmen schließlich aus gesundheitlichen Gründen verpachtet.

Das sportliche Engagement von Wilhelm Elmer ist unverkennbar. 1946 war er Mitbegründer des Sportvereins Brünen und aktiver Fußballspieler. 1970 fungierte er als zweiter, ab 1971 als erster Vorsitzender des SV Brünen und hielt diese Funktion bis zum Jahre 1990 inne. Den Vorsitz des Gemeinde-/Stadtsportverbandes Hamminkeln übernahme er von 1986 bis 1997. Als Organisator internationaler Jugendbegegnungen von 1972 bis 1998 mit England, Polen und der Sowjetunion (später GUS) trug er wesentlich dazu bei, die Beziehungen zwischen den Jugendlichen auf breiter Basis zu fördern. 1993 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen, im selben Jahr erfolgte die Herausgabe seines ersten Buches mit dem Titel "Unwiederholbare Begegnungen". Die achtmalige Ausgabe von "Sport-aktuell" des Gemeinde-/Stadtsportverbandes Hamminkeln trägt ebenfalls seine Handschrift. Seit 1985 zählen die heimatkundlichen Forschungen zu seinen weiteren Interessen.

Wilhelm Elmer, 1953 mit Ehefrau Irma, geb. Neuenhoff † verheiratet, zwei Kinder, Wilhelm † und Ursel. 1968 in zweiter Ehe mit Marianne, geb. Zindel verheiratet, Sohn Jürgen.