
Marianne Elmer, Jahrgang 1933, entstammt einer Bauern- und Arbeiterfamilie. Die Großeltern mütterlicherseits waren polnische Landsleute. Die Mutter früh gestorben, der Vater in russischer Gefangenschaft, waren der Grund, warum Marianne schon im Kindesalter von 13 Jahren zu einem Bauern musste. Die kommunistische Zeit verbrachte sie auf einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (Kolchose). Hier wurde zwar auch hart gearbeitet, aber - anders als beim Bauern - gab es erstmals ein Taschengeld und das sozialistische System wurde akzeptiert. Durch die spätere Flucht des Vaters in den Westen verlor die Arbeiterin Marianne das Vertrauen der LPG-Leitung. Dies war ausschlaggebend dafür, ihrem Vater vor dem Mauerbau in den Westen nach Ringenberg zu folgen. Dort fand sie auf dem Bauernhof von Ernst Klump in Hamminkeln eine Bleibe. Auch hier war der Arbeitstag hart und lang, aber der ersehnte Familienanschluss eine Erleichterung. Nach zwölf Jahren heiratete Marianne 1968 den Witwer Wilhelm Elmer. Ihre selbständige Schaffenskraft konnte sie hier für die Familie und zur Unterstützung des mittelständigen Unternehmens einsetzen. Für das vielseitige ehrenamtliche Interesse des Ehemannes zeigte Marianne nicht nur Interesse, sondern unterstützte ihn in allen Belangen und Erfordernissen unter Verzicht persönlicher Vorhaben und Hobbys.
Dank ihrer Mithilfe gelang es dem Autor, viele Namen und Adressen ausfindig zu machen. Der Wahrnehmung wichtiger Termine galt ebenso ihre Aufmerksamkeit. Marianne war die Stütze des Autors, nicht nur mit Ideen, sondern sie wirkte auch, wenn nötig, beruhigend auf ihren Ehemann ein, wenn dieser wegen ausbleibender, aber sehnlichst erwarteter Information ungeduldig wurde. |